Heike Severin

Hermann Hesse aus "Siddhartha"

"Darum scheint mir das, was ist, gut, es scheint mir Tod wie Leben, Sünde wie Heiligkeit, Klugheit wie Torheit, alles muß so sein, alles bedarf nur meiner Zustimmung, nur meiner Willigkeit, meines liebenden Einverständnisses, so ist es für mich gut, kann mich nur fördern, kann mir nie schaden. Ich habe an meinem Leibe und an meiner Seele erfahren, daß ich der Sünde sehr bedurfte, ich bedurfte der Wollust, des Strebens nach Gütern, der Eitelkeit und bedurfte der schmählichsten Verzweiflung, um das Widerstreben aufgeben zu lernen, um die Welt lieben zu lernen, um sie nicht mehr mit irgendeiner von mir gewünschten, von mir eingebildeten Welt zu vergleichen, einer von mir ausgedachten Vollkommenheit, sondern sie zu lassen, wie sie ist, und sie zu lieben, und ihr gerne anzugehören."

Diese Zeilen von Hermann Hesse habe ich zum ersten mal gelesen, als ich zwanzig Jahre jung war, meine Tochter war gerade geboren und ich bekam dieses Büchlein von einer Freundin meiner Großmutter - eine sehr belesene alte Dame, geschenkt. Als ich beim Lesen auf diese Worte gestoßen bin, keimte so etwas wie eine große Sehnsucht in mir - damals hatte ich keinen blassen Schimmer, wonach.

30 Jahre später habe ich diese Zeilen wiedergefunden und mir schossen Tränen in die Augen.

Mir wurde klar, dass diese Worte die Quintessenz meines ganz persönlichen Lebens sind.

Heike Severin

Gastgeberin, Sängerin, Mentalcoach Thema Selbstwertfindung, Beratung bei indivdueller Wohneinrichtung.

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